Wie würdest du deinem Kind eigentlich Selbstliebe erklären?

Wie würdest du deinem Kind eigentlich Selbstliebe erklären?

Huch, das ist gar nicht so leicht zu erklären, oder?

Was ist Selbstliebe eigentlich? Ein Gefühl? Eine Haltung? Eine Fähigkeit?
Und wie erklärt man etwas so Zartes Kindern, ohne es kompliziert zu machen?

Ich liebe die Vorstellung, Selbstliebe spielerisch weiterzugeben. Nicht als Regel, nicht als etwas, das man „richtig machen“ muss, sondern als etwas Lebendiges. Als etwas, das wachsen darf – ganz in seinem eigenen Tempo.

Selbstliebe bedeutet, die Blumen in deinem Herzen zu gießen. Jedes Mal, wenn du gut zu dir bist, wachsen sie ein Stückchen mehr. Es ist die Superkraft, sich selbst ein bester Freund zu sein – auch wenn mal etwas schiefgeht.

Viele von uns haben früh gelernt, zu funktionieren. Stark zu sein. Erwartungen zu erfüllen. Vielleicht war Leistung sichtbar, aber Gefühle eher leise. Vielleicht war Liebe da – aber nicht immer so weich und bedingungslos, wie wir sie gebraucht hätten. So entsteht oft der Gedanke, dass wir erst etwas leisten müssen, um genug zu sein.

Selbstliebe beginnt genau dort, wo wir diesen Gedanken langsam loslassen. Dort, wo wir wieder spüren dürfen: Ich bin schon genug. Nicht perfekt. Nicht immer fröhlich. Aber echt.

Selbstliebe ist nichts Großes oder Lautes. Sie zeigt sich in kleinen Momenten. Wenn wir innehalten. Wenn wir unseren Körper wahrnehmen. Wenn wir kreativ sind, lachen, uns bewegen oder einfach atmen. Es sind diese kleinen Erfahrungen, die uns helfen, unsere innere Balance wiederzufinden.

Kinder tragen dieses Gefühl von Selbstwert ganz natürlich in sich. Sie wissen instinktiv, was ihnen guttut. Sie fühlen, ob etwas stimmig ist oder nicht. Wenn wir ihnen erlauben, diesem Gefühl zu vertrauen, schenken wir ihnen etwas unglaublich Wertvolles. Selbstliebe bedeutet für Kinder nicht Egoismus, sondern Sicherheit. Das Gefühl: Ich darf so sein, wie ich bin.

Natürlich schützt Selbstliebe nicht davor, traurig oder enttäuscht zu sein. Aber sie hilft uns, uns selbst nicht zu verlieren. Sie macht es leichter, loszulassen, was uns nicht guttut, und dem zu folgen, was sich richtig anfühlt. Aus diesem inneren Raum entsteht eine ganz andere Kraft – ruhig, stabil und voller Vertrauen.

Genau aus diesem Gefühl heraus ist YOGITIER® entstanden. Aus dem Wunsch, Kinder und Eltern dabei zu begleiten, wieder in Verbindung mit sich selbst zu kommen. Nicht perfekt. Nicht angepasst. Sondern lebendig, neugierig und liebevoll.


Ein kleiner Satz mit großer Wirkung...

Im Trubel des Alltags geht diese einfache Wahrheit leicht verloren. Zwischen Verpflichtungen, Erwartungen und all den kleinen und großen Aufgaben vergessen wir manchmal, innezuhalten. Dabei brauchen unsere Kinder – und wir selbst – genau diese Gewissheit so sehr wie die Luft zum Atmen. Sie ist die Basis für inneren Halt, Vertrauen und emotionale Sicherheit.

„Du bist genau richtig, so wie du bist – vom kleinen Zeh bis zur Nasenspitze.“

Nicht erst, wenn du etwas geschafft hast.
Nicht erst, wenn du dich angepasst hast.
Nicht erst, wenn du „brav“, „stark“ oder „erfolgreich“ bist.

Sondern einfach, weil es dich gibt.

Wenn Kinder diese Botschaft spüren dürfen, verankert sie sich tief in ihrem Inneren. Sie lernen: Ich muss nichts beweisen, um geliebt zu werden. Und genau diese Erfahrung tragen sie weiter – in ihre Beziehungen, in ihren Alltag, in ihr späteres Leben.

Manchmal reicht ein einziger Satz, um etwas Weiches in uns zu berühren.

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